Borussias Sportdirektor im Aktuellen Sportstudio
Max Eberl: »Ich habe Fehler gemacht«
Max Eberl lieferte einen blitzsauberen Auftritt hab. Foto: Screenshot ZDF
  Kurz & Knapp
08.04.2018 12:32 Uhr
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Verfasst von Andreas Plum

Eine Stunde nach Spielende war Max Eberl schon wieder auf der Weiterreise, denn am späten Abend war er im "Aktuellen Sportstudio" zu Gast. Zeitgleich mit unserer Redaktion verließ er den Borussia-Park und kündigte auf Nachfrage grinsend »vier Treffer« an der Torwand an. Am Ende wurde es zwar nur einer, aber zuvor lieferte der Sportdirektor einen ehrlichen und selbstkritischen Auftritt ab. Wir haben seine Aussagen im Wortlaut zusammengefasst.

Max Eberl über...

...die erneute Meisterschaft vom FC Bayern München:

Ich glaube, dass Bayern München ein großartiger Verein ist und sie sich in den letzten Jahrzehnten auf dieses Niveau gearbeitet hat, ist unwidersprochen. Das „Langeweile“ ausbricht, wenn Bayern sechsmal in Folge relativ eindeutig Meister wird, ist so. Da müssen wir in der Liga alle schon hart dran arbeiten, um ihnen gefährlich zu werden. Aber ich glaube, dass Bayern eine Mannschaft ist, die schon etwas älter ist. Ich weiß nicht, ob das in den nächsten ein, zwei Jahren so unangetastet bleibt. Dafür muss der Rest der Liga einen guten Job machen. Rudi Völler sagt, dass Bayern auf Jahrzehnte hinweg Meister ist. Ich möchte daran nicht glauben. Ich möchte daran glauben, dass wir in den nächsten Jahren auch wieder einen anderen Deutschen Meister erleben.

...das in der kommenden Saison wohl nicht mehr stattfindende rheinische Derby:

Ich glaube, das ist so eine Hassliebe. Es wird immer gejubelt im Borussia-Park, wenn der FC hinten liegt. Auf der anderen Seite möchte man die Derbys gerne spielen. Und ich denke sportlicher Reiz steht da über allem. Ich würde schon sehr gerne in der neuen Saison Derbys spielen.

...den Sieg gegen Hertha BSC Berlin:

Dass das Spiel nicht den Sieger Borussia Mönchengladbach über 80 Minuten des Spiels prognostiziert hat, ist so. Wir haben heute wirklich sehr glücklich gewonnen. Wir haben eine sehr schwache erste Halbzeit gespielt. Das war nicht das, was Borussia auszeichnet. Keine Ideen, planlos. Andersherum habe ich eine Mannschat gesehen, die nicht Fußball brilliert hat, die sich aber mit viel Mühe und Glück den Sieg erarbeitet hat.

...eine vielleicht jetzt wieder mögliche Qualifikation für Europa:

Das ist das, was ich mir dieses Jahr als Fehler vorwerfen muss. Wir haben uns von der Europa-Thematik viel zu sehr treiben lassen. Ich weiß, dass Mönchengladbach in den letzten Jahren Großartiges geleistet und ich weiß, dass Gladbach in den letzten fünf Jahren viermal Europa erreicht hat und ich weiß, dass es für viele damit gesetzt ist, dass wir es immer sind. Das sind wir aber nicht. Wo wir gerade stehen, das ist aus unterschiedlichen Gründen das Niveau, das wir haben. Wir wollen einfach die letzten fünf Spiele bestmöglich gestalten. Und dann wird man sehen, was am Ende dabei rauskommt.

...das immer wieder ausgegebene Ziel der Einstelligkeit:

Wir waren 2011 in der Relegation und durften in den letzten fünf Jahren aufgrund von guten Entscheidungen, einem sehr guten Trainer, aufgrund von Schwächeln der vermeintlich Großen immer in Europa dabei sein. Das sollte man honorieren und das heißt nicht, dass wir es immer schaffen. Wenn wir die Champions League erreichen ist es so, als wenn Bayern Deutscher Meister wird. Ich hätte gerne mal, dass Sie eine erste Elf von Spielern zeigen, die wir in den letzten fünf, sechs Jahren verloren haben. Das ist eine Champions League-Elf. Und die müssen wir jedes Jahr neu ersetzen. Jedes Jahr müssen wir neue und junge Spieler holen, die dann ein Stück weit Zeit brauchen. Und deswegen finde ich dann solche Dinge despektierlich. Wir machen in Gladbach wirklich alles, um erfolgreich zu sein. Ich will jedes Jahr nach Europa, ich will jedes Jahr in die Champions League. Was ich will, ist das eine. Ich muss aber realistisch an den Job rangehen, dass ich den Leuten realistisch sagen kann, was in einer Saison möglich ist. Wenn ich einstellig sage, heißt das, dass wir um Europa kämpfen wollen, wenn alles gut läuft. Dieses Jahr ist es nicht gut gelaufen und deswegen stehen wir auf Platz acht.

...den Hauptgrund für das bisher mäßige Abschneiden in der Saison:

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Veröffentlicht:  19.04.2018 14:20 Uhr

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