Strahlende Borussen nach Sieg gegen die Bayern
»Haben gut dagegen gehalten und uns nichts gefallen lassen«
Die Borussen um Lars Stindl und Raffael warfen gegen die Bayern alles rein - und gewannen so verdient. Foto: Dirk Päffgen.
  Nachbericht
26.11.2017 12:28 Uhr
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Verfasst von Andreas Plum & Hannah Gobrecht

Der 2:1-Sieg von Borussia Mönchengladbach gegen den  FC Bayern München ist unter dem Strich verdient. Weil die Borussen in der ersten Halbzeit zweimal eiskalt zuschlugen und nach der Pause mit Leidenschaft spielten und alles reinwarfen. Zudem hatte man das nötige Quäntchen Glück auf seiner Seite. Die Protagonisten hatten hinterher allen Grund zur Freude.

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Acht Pflichtspiele, acht Siege – Mit dieser starken Bilanz kam der FC Bayern München unter „Übergangs“-Trainer Jupp Heynckes in den Borussia-Park, um diese Serie auszubauen. Dass dieses Unternehmen schief ging lag vor allem an den Borussen, die dem Rekordmeister die Stirn zeigten und vor allem im ersten Durchgang sehr gut spielten – und zweimal eiskalt zuschlugen.

Zunächst war es Thorgan Hazard, der vom Elfmeterpunkt aus cool blieb und für die Führung gesorgt hatte, ehe Matthias Ginter kurz vor der Pause zum 2:0 einschob. Ein durchaus verdienter Vorsprung für die Borussen, die dem Favoriten wenig bis gar nichts angeboten hatten. »Wir haben die Räume sehr eng gemacht, dadurch konnten die Bayern ihr Spiel nicht richtig aufziehen, es kam kein Spielfluss auf. Zudem hatten wir auch das nötige Glück auf unserer Seite, sind mit zwei Treffern in Führung gegangen«, sagte Dieter Hecking.

Effizienz und leidenschaftlich verteidigt

»Wir haben eine richtig gute Leistung auf den Platz gebracht, waren von Anfang an da und haben den Bayern nicht viel Räume gegeben«, sagte Nico Elvedi und befand: »Ich denke, dass das 2:0 zur Pause gerechtfertigt war.«

»Entscheidend war , dass wir in der ersten Halbzeit unsere Torchancen effizient genutzt und über das ganze Spiel taktisch sehr diszipliniert gespielt haben«, nannte Patrick Herrmann einen Schlüssel zum Erfolg. »Wir waren vorne sehr effizient, haben sehr gut verteidigt, gekämpft und schwierige Phasen im Spiel überstanden«, sagte Yann Sommer.

Eine davon war die letzte Viertelstunde, in der die Bayern durch Arturo Vidal zum Anschlusstreffer kamen. Fortan machte der Rekordmeister zwar gehörig Druck und kam zu Ausgleichsmöglichkeiten. Doch die Borussen überstanden auch diese Phase, weil sie gemeinsam leidenschaftlich verteidigten und sich nicht aus der Ruhe haben bringen lassen. »Die erste Halbzeit war ganz ansehnlich von uns. In der zweiten Hälfte haben wir nur noch wenig nach vorne gemacht und nur verteidigt. Aber das haben wir leidenschaftlich getan«, sagte Lars Stindl und brachte es wohl auf den Punkt: »Es war eine Energieleistung, gerade in der zweiten Halbzeit.«

»Wir wussten, dass die Bayern nach der Pause den Druck erhöhen würden. Ich muss der Mannschaft daher ein riesen Lob aussprechen. Nach dem Anschlusstreffer hat die ganze Mannschaft kompakt verteidigt und gekämpft«, lobte Elvedi.

»Wir waren leidenschaftlich, haben nochmal alles rausgeholt und uns in jeden Ball geschmissen«, stimmte Hecking zu. In der Tat warfen die Borussen gerade nach der Pause alles in die Waagschale und verdienten sich so den Sieg gegen den Rekordmeister. »Natürlich sind wir überglücklich. Wir haben einen großen Kampf geliefert und hatten dann auch das Quäntchen Glück das macht braucht, um gegen Bayern zu gewinnen«, strahlte Matthias Ginter und resümierte: »Im Großen und Ganzen haben wir uns für den Kampf belohnt. Wir haben gut dagegen gehalten uns nichts gefallen lassen.«

»Bei einigen Szenen hatten wir auch das nötige Quäntchen Glück. Am Schluss haben wir verdient gewonnen«, sagte Sommer und Stindl stimmte zu: »Der Sieg war vielleicht ein bisschen glücklich, durch die Leidenschaft haben wir ihn uns aber verdient.«

Am Ende hatten die Protagonisten allen Grund zum Strahlen. »Der Sieg fühlt sich unheimlich gut an«, sagte Hecking und Herrmann freute sich: »Gegen die Bayern zu gewinnen, ist immer etwas Besonderes.«

Unter dem Strich steht ein toller Sieg gegen den FC Bayern, der die Borussen weiter in der oberen Tabellenhälfte gehörig mitmischen lässt. 24 Punkte nach 13 Spielen ist eine mehr als ordentliche Ausbeute. Doch erreicht ist freilich noch nichts, es gilt weiter zu punkten und dranzubleiben. So brachte es Matthias Ginter auf den Punkt: »Es geht in der Tabelle sehr eng zu. Jeder kann jeden schlagen. Wir kämpfen um jeden Punkt, um unsere Ziele zu erreichen. Es läuft ganz gut. Aber nächste Woche in Wolfsburg fängt es wieder bei Null an.«

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