Peer Kluge sichert Turniersieg in Lingen
Weisweiler Elf triumphiert beim Budenzauber im Emsland
Bester Torschütze, bester und beliebtester Spieler in Lingen - Mike Hanke. Foto: Heiko van der Velden/amafuma.de
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31.10.2017 19:14 Uhr
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Verfasst von Andreas Plum

Die Weisweiler Elf hat ihre Klasse auch in der Halle abermals unter Beweis gestellt. Beim ‚Budenzauber Emsland’ in Lingen triumphierte die Traditionsmannschaft von Borussia Mönchengladbach und holte sich nach einem Finalsieg gegen den FC Schalke 04 den Titel. Mike Hanke wurde bester Angreifer des Turniers.

Am Ende war es fast so wie immer: Der Sieger hieß Weisweiler Elf, die Traditionsmannschaft von Borussia Mönchengladbach. Beim Budenzauber im Emsland in Lingen gewann die Truppe von Trainer Herbert Laumen trotz Auftakt-Niederlage gegen den FC Schalke 04 am Ende das Turnier. Und im Finale revanchierten sich die Fohlen dann bei den ‚Knappen’ für die 3:4-Niederlage im ersten Gruppenspiel.

Dass die Borussen auch im Emsland als Favorit an den Start gingen, unterstrich der Kader, den Herbert Laumen aufgeboten hatte. Torhüter Jörg Kässmann, Mike Hanke, Oliver Neuville, Jörg Albertz, Peer Kluge, Martin Schneider, Chiquinho, Valandi Anagnostou, Peter Wynhoff und Jörg Jung.

Eine im wahrsten Sinne starke Truppe, die in der Halle ein weiteres Mal ihre Qualitäten unter Beweis stellte. Lediglich der FC Schalke 04 schaffte es, den Borussen eine Niederlage beizubringen. Mit 4:3 hatten die Blau-Weißen da die Nase vorn. Für die Weisweiler Elf erzielten Chiquinho, Mike Hanke und Oliver Neuville die Tore.

Comeback-Qualitäten und ein starker Kässmann

Im zweiten Gruppenspiel musste gegen Werder Bremen dann ein Sieg her, um in der Dreier-Gruppe ins Halbfinale einzuziehen. Das gelang den Borussen nicht zuletzt auch deshalb, weil man Comeback-Qualitäten bewies und in Jörg Kässmann einen starken Rückhalt zwischen den Pfosten hatte.

Fünfzehn (!) Sekunden vor Ende der Partie hielt der 49-Jährige mit einer starken Parade gegen Uwe Hartgen den schlussendlich verdienten 3:2-Sieg für die Borussen fest, die einen 0:2-Rückstand durch die Tore von Chiquinho, Anagnostou und Hanke noch in einen Sieg umwandelten. Somit hatten in Gruppe A alle Teams drei Punkte. Die Laumen-Truppe belegte dort mit 6 Punkten und 6:6 Toren hinter dem FC Schalke, der punkt- und torgleich war, aber den direkten Vergleich gewann, den zweiten Platz.

So traf man im Halbfinale auf den VfL Osnabrück, gegen den man am Ende mit 5:4 die Nase vorn hatte und somit ins Finale einzog. Hanke per Doppelpack, Neuville, Anagnostou und Wynhoff hießen die Torschützen für die Weisweiler Elf.

Matchwinner Kluge

Im Finale ging es dann abermals gegen den FC Schalke 04. Und die Traditionsmannschaft aus Gelsenkirchen verlange den Borussen alles ab. So dauerte es nach einer Abtastphase bis zu 05. Minute, ehe Chiquinho für die Führung sorgte. Der Brasilianer hatte sich im Halbfinale ein Blessur zugezogen, biss für das Finale jedoch auf die Zähne und erzielte seinen dritten Turniertreffer. Eine Minute später legte Hanke nach, doch Ex-Borusse Martin Max verkürzte kurze Zeit später auf 2:1. Mit dem Pausenpfiff war es erneut Hanke, der die Führung ausbaute (10.).

Nach dem Seitenwechsel warf der S04 in einem spannenden Finale noch mal alles in die Waagschale und glich binnen drei Minuten zum 3:3 aus. Doch auch das konnte die starke und selbstbewusste Weisweiler Elf nicht schocken. Gerade, als man sich mit einem 9-Meter-Schießen mehr oder weniger angefunden hatte, war es ‚Neuzugang’ Peer Kluge, der die Borussen fünf Sekunden vor der Schlusssirene wieder auf die Siegerstraße und zum Triumpf führte.

»Das waren die letzten Prozente, die noch drin waren. Es war ein intensives Endspiel, das auch in die andere Richtung hätte gehen können. Im Endeffekt waren wir der Glücklichere«, strahlte Matchwinner Kluge bei Sport 1 und fügte an: »Wenn wir antreten, möchten wir auch gewinnen. Im ersten Spiel haben wir uns noch schwer getan. Da hat Schalke zu Recht gewonnen. Jetzt sind wir glücklich und freuen uns, dass wir das Turnier gewonnen haben.«

Kässmann angeschlagen

Am Ende gewannen die Borussen verdient im Emsland und nahmen verdient den Pokal entgegen. Das durften auch Mike Hanke, der die Auszeichnung als bester Torschütze (5 Treffer) sowie belibtester und bester Spieler erhielt, und Jörg Kässmann tun, der völlig zu Recht als bester Torhüter ausgezeichnet wurde.

Doch es gab Freude auf beiden Seiten. Denn auch der FC Schalke darf als Unterlegener des Budenzaubers im Emsland zum Traditionsmasters 2018 nach Berlin reisen, weil die Borussen als Titelverteidiger für das Turnier in der Max-Schmeling-Halle eh schon als Teilnehmer feststanden. Und auch dort gehen die Borussen am Dreikönigstag als Favorit an den Start.

Ob Jörg Kässmann dann in Berlin abermals ein starker Rückhalrt sein kann, bleibt abzuwarten. Der 49-Jährige hatte sich gegen Osnabrück am Knöchel verletzt, hatte aber weitergespielt. »Ich bin im Halbfinale nach zwei Minuten mit dem Fuß umgeknickt. Es hat auch geknackt und denke, dass es der Mittelfuß ist«, so Kässmann im Interview mit Sport1. »Ich muss morgen zum Arzt und hoffe, dass es nichts Schlimmers ist und ich für Berlin wieder fit bin.« Dem kann man sich 'nur' anschließen...

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