Niederlage gegen Bremen, Remis im rheinischen Derby
Weisweiler Elf misslingt Titelverteidigung in Oldenburg
  Abseits
05.01.2018 20:56 Uhr
Filip Daems in Oldenburg im Einsatz für die Weisweiler Elf. Foto: Heiko van der Velden
Geschrieben von Andreas Plum und Heiko van der Velden
05.01.2018 20:56 Uhr

Die Weisweiler Elf hat es verpasst, ihren Vorjahrestitel beim ‚Cup der Öffentlichen’ in Oldenburg zu verteidigen. In der ausverkauften EWE Halle musste die Traditionsmannschaft von Borussia Mönchengladbach nach einer Klatsche gegen Werder Bremen und einem Remis gegen den 1. FC Köln bereits nach der Gruppenphase die Heimreise antreten.

Dass die Weisweiler Elf an einem Wochenende gleich bei zwei Hallenturnieren als Mit-Favorit und zudem jeweils als Titelverteidiger an den Start ging unterstreicht, welch qualitativ breiten und starken Kader die Traditionsmannschaft der Borussen ihr Eigen nennen kann.

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Während Torhüter Jörg  Kässmann, Mike Hanke, Thorben Marx, Andrij Voronin, Jörg Neun, Peer Kluge, Martin Schneider, Chiquinho, Valandi Anagnostou und Jörg Jung am Samstag beim AOK-Traditionsmasters in Berlin an den Start gehen, so reiste in Torhüter Michael Melka, Abder Ramdane, Marcell Jansen, Blerim Rrustemi, Filip Daems, Matthias Hagner, Peter Wynhoff, Jan Zimmermann und Oliver Neuville am Freitag eine ebenso stattliche Truppe nach Oldenburg, um beim ‚Cup der Öffentlichen’ den Titelgewinn des Vorjahres zu wiederholen.

‚Kugelblitz’ Ailton schießt Borussen ab

Dafür, dass dieses Unternehmen misslang, war vor allem die deutliche und heftige 1:7-Klatsche gleich im ersten Gruppenspiel der Gruppe B gegen die starke Traditionsmannschaft vom SV Werder Bremen verantwortlich. Vor 5.000 Zuschauern in der ausverkauften EWE-Arena übernahm die Truppe um Veranstalter und Trainer Dieter Burdenski von Beginn an das Heft in die Hand und setzte bereits nach 20 Sekunden ein erstes Ausrufezeichen, als Ailton an Melka scheiterte. Doch die nächste Chance nutze der ‚Kugelblitz’ dann und brachte den SVW mit 1:0 in Front (02.). Im Gegenzug setzte Wynhoff die Kugel lediglich an den Pfosten, während Rrustemi drei Minuten später lediglich die Bande traf (05.).

Auf der Gegenseite nutzte Bremen seine nächsten Chancen und baute eine Minute vor dem Pausenpfiff die Führung aus. Wieder war es Ailton, der erst in der Mitte völlig frei zum 2:0 einschob (09.) und dann sechs Sekunden vor dem Pausenpfiff auf 3:0 erhöhte (10.). Eine hochverdiente Führung für die Weser-Truppe, die den enttäuschenden Borussen keine Chance ließ.

Die Borussen fanden überhaupt keine Mittel, die im Kollektiv starken Bremer zu knacken. Und daran änderte sich auch nach dem Seitenwechsel nichts. Zwei Minuten nach Wiederanpfiff machte Marco Reich mit seinem Treffer zum 4:0 endgültig den Deckel auf die Partie (12.), während Miroslav Klose (12.), erneut Ailton (19.) und abermals Reich (19.) die weiteren Treffer für den SVW erzielten. Wenigstens gelang den Borussen durch Wynhoff noch der Ehrentreffer (15.).

Daems: »Wir haben uns nicht clever angestellt«

So revanchierten sich die Bremer für die Final-Niederlage des vergangenen Jahres, als die Weisweiler Elf im Finale mit 9:8 nach Elfmeterschießen den Turniersieg perfekt machte. »Bremen war die bessere Mannschaft. Sie waren einfach zwei Klassen besser als wir«, musste Filip Daems hinterher zugeben und fügte an: »Wir haben uns aber auch nicht clever angestellt und haben zu viele Fehler gemacht. Wenn wir ins Halbfinale wollen, müssen wie es gegen Köln viel besser machen. Da müssen wir vor allem Eins-zu-Eins-Situationen vermeiden.«

Unterdessen musste der ehemalige Borussen-Kapitän nicht lange überlegen, als die Anfrage von Weisweiler Elf kam. »Ich bin Borusse. Und als Peter Wynhoff mich gefragt hat, ob ich nicht für die Weisweiler Elf spielen möchte, habe ich nicht lange überlegt und natürlich sofort ja gesagt. Es ist immer wieder schön, die Farben der Borussia zu tragen«.

Und während Bremen in Oldenburg mit einer makellosen Bilanz von sechs Punkten als souveräner Gruppenerster ins Halbfinale einzog, so mussten Filip Daems und die Weisweiler Elf nun im abschließenden Spiel den rheinischen Rivalen aus Köln schlagen, um ebenso in die Schlussrunde einziehen zu können.

Remis im rheinischen Derby reicht nicht

Und dieses Mal gingen die Borussen entschlossen in die Partie, nahmen von Beginn an das Heft in die Hand und brachten sich schnell in Front. Nach schönem Zuspiel von Neuville war es Daems, der zum 1:0 einschob (01.) Auf der Gegenseite verhinderte Melka kurze Zeit später mit einem starken Reflex den möglichen Ausgleich (03.). Zwei Minuten später war es dann aber Holger Gaißmayer, der zum 1:1 traf (05.).

Nun standen die Borussen wieder unter Druck, denn dem FC reichte aufgrund der besseren Tordifferenz gegenüber den Borussen ein Remis, um ins Halbfinale einzuziehen. Und dementsprechend ließen es die Rheinländer etwas ruhiger angehen und lauerten auf Konter. Auf der Gegenseite gab es für die Borussen gegen die gut verteidigenden Kölner kaum ein Durchkommen. Zwingende Torchancen bis zur Pause dementsprechend Fehlanzeige.

Daems hat den Sieg und Weiterkommen auf dem Kopf

Zehn Minuten blieben den Borussen nun noch, um den Spieß umzudrehen. Doch es war der 1. FC Köln, der sich in der 13. Minute erstmals in Front brachte. Dann war es erneut Gaißmayer, der zum 3:1 traf, ehe Zimmermann auf 2:3 verkürzte. Zwei Minuten vor Schluss traf Wynhoff dann zum 3:3-Ausgleich (18.) und sorgte somit noch mal für Spannung in der Schlussphase. Da hatte Daems dann den Siegtreffer auf dem Kopf, doch der Belgier setzte die Kugel freistehend lediglich über das Gehäuse.

So mussten sich die Borussen am Ende mit einem 3:3-Remis begnügen und verabschiedeten sich mit einem Punkt und mit 4:10 Toren vom ‚Cup der Öffentlichen’, den sie noch im Vorjahr gewonnen hatten. »Wir haben heute insgesamt nicht gut gespielt und sind verdient ausgeschieden«, lautete das Fazit von Oliver Neuville.

Doch nach dem Budenzauber ist vor dem Budenzauber. Nun gilt das Hauptaugenmerk dem morgigen AOK-Traditionsmasters in Berlin, bei dem die Borussen ebenso als Titelverteidiger an den Start gehen. So konnte man sich den Worten von Peter Wynhoff anschließen. »Da drücken wir den Jungs morgen natürlich die Daumen und wünschen ihnen viel Erfolg«.

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